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Das Zimmer des Schreckens

Mein Traum vom 09. - 10. Oktober

In einem riesen Komplex mit verschiedenen Sälen für verschiedene Anlässe, Vereine, Gruppierungen anderer Interessensgruppen liefen wir mit drei weiteren Mädchen in etwa in meinem Alter durch die Gänge. Zuerst waren wir auf einem Balkon in eines der höheren Stockwerke. Der ganze Komplex war eindrucksvoll und mit edlem Marmor bekleidet.

Ich sah ein riesen Tor reserviert für eine Gruppierung. Der Raum war riesig und pompös, einfach nur atemberaubend. Nachdem ich mich alleine etwas dort aufhielt, ging ich wieder raus und hörte aus einem der anderen Säle qualvolle Schreie von Frauen. Sie schrien schrecklich, als ob sie gefoltert werden würden. Ich folgte den Schreien und kam an einer Holztür an. Oberhalb der Tür hing ein Schild aus Kupfer mit Gravierungen drauf. Man konnte Frauen sehen, die unmenschlich gequält wurden. Gemetzelt, vergewaltigt, verbrannt, mit stachligen Werkzeugen überall am Körper eingestochen. Die Schreie währten fort, sie waren unerträglich. Hinter mir stand plötzlich ein Mann und sagt mir, dass ich und keiner meiner Freundinnen oder Bekannten in diesen Raum schauen dürften. Keineswegs! Ich konnte die Schreie und die Gedanken an die Foltermethoden nicht ertragen und lief mit schnellen Schritten weg. Hin zu meinen Freundinnen, die ahnungslos von diesem Raum glücklich herumalberten. Wir liefen noch etwas in den Gängen rum, was mir mittlerweile unangenehm war. Zwei von meinen Freundinnen verlor ich aus den Augen. Irgendwann hörte ich nur noch einen unerträglichen, lauten Schrei, der von meiner Freundin zu kommen schien. Ich rannte in die Richtung, die offensichtlich auch noch aus der Richtung des Foltersaals kam. Meine Freundin lag zum Glück vor der Tür, und nicht dahinter. Aber ihr Körper war leer, wie aufgesaugt. Ich hab hob sie in meine Arme und rannte irgendwohin. Ich wusste selbst nicht genau wohin. Ob nur weg von dort oder zu dem Mann, der mich gewarnt hatte, wusste ich in dem Augenblick nicht. Der Körper meine Freundin war leicht, er fühlte sich wie eine Porzellanpuppe an, die mit menschlicher Haut überzogen wurde. Innen leer, außen menschliche Haut, unter der Haut eine Porzellan oder Plastikhülle. Ihre Augen: leer. Jemand berichtete mir, dass sie in den Raum geschaut habe, und irgendwas ihre Seele dabei aufgesaugt hätte. Nicht nur ihre Seele, sondern ihre ganzen Innereien. Es war nur noch ihre Hülle übrig.

Das war also der Grund, warum wir keineswegs in den Raum schauen durften. Grausam! Ich war in Panik, ich wusste nicht, was mit meiner Freundin los war und ob sie wieder geheilt werden konnte. Ich rannte mit ihr in meinen Armen umher. Unsere vierte Freundin schwor mir Rache. Sie schwor, dass sie mir die Hölle auf Erden vorbereiten werde, wenn wir diese Freundin nicht wieder zurückholen könnten. Die vierte Freundin wurde immer hässlicher. Ihre Rache oder besser gesagt ihr Rachelust verwandelte sie fast in eine Hexe als gerade der Mann von zuvor uns begegnete. Ich fragte ihn um Rat. Er erzählte mir, dass der Anblick des Saals so grausam sei, dass dieser Anblick den Menschen, die reinschauen, die Seele und Innereien aufsaugen würde. Die vierte Freundin beruhigte sich in dem Moment wieder… aber ich wachte auf. So weiß ich nicht, ob ich hätte, der Freundin helfen können…

31.10.13 15:26


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Die verfluchte Seele

Sie war erst 7 Jahre alt, meine kleine Schwester. Sie war etwas ganz Besonderes, sie war der wahre Inbegriff des Sonnenscheins. Ihre Seele war so schön und fröhlich, dass dieses Licht auch von außen sichtbar war. Jeder, der meine Schwester sah, erkannte, dass sie etwas Besonderes war. Sie war anders als die anderen Kinder, irgendetwas machte sie speziell, andersartig. Was genau diese Differenz war, konnte jedoch niemand genau definieren. Man konnte es einfach nur erkennen.

Bald würde sie ihr 8. Lebensalter erreichen, sie war ganz aufgeregt. Doch eine böse Prophezeiung machte uns unruhig. Meine Schwester trug eine verfluchte Seele in sich. Diese verfluchte Seele wird immer wieder neugeboren und verlässt die Erde nie. Im 8. Lebensalter tritt dieser Fluch hervor und stellt den Menschen der Seele vor eine qualvolle Entscheidung. Wenn der Mensch dieser Seele rein genug ist, wird auch die verfluchte Seele nach einer qualvollen Periode zu einem feenhaften Wesen. Sollte der Mensch jedoch nicht rein genug sein, so verwandelt sich die Seele in ein verfluchtes Wesen, das die Menschheit quält. Je näher ihr Geburtstag rückte, umso besorgter wurden wir, doch dagegen unternehmen konnten wir nichts. Uns blieb nur das Abwarten und Hoffen.

In der Nacht ihres Geburtstages zeigte sich der Fluch. Meine Schwester fing an ihre Gestalt zu ändern. Alle Körper, die die Seele zuvor bewohnt hatte, kamen zum Vorschein. Teilweise waren die Gestalten derart verunstaltet, dass es mir allein beim Anblick in der Brust brannte. Meine Schwester brannte innerlich, sie schrie so laut, dass es die ganze Straße mit Leichtigkeit hören konnte. Sie zog an ihren Kleidern, schrie noch lauter, ihre Stimme veränderte sich von ganz unheimlich tief bis Sopran hoch. Mal hatte sie einen zugenähten Mund, mit Blut überströmt, mal hatte sie eine unbeschreiblich hässliche Gestalt.

Laut der Prophezeiung könnten wir sie für immer verlieren, wenn sie nicht stark und rein genug war. Aber ich glaubte fest an sie, denn sie war eine strahlende Natur. Sie war gut bis in ihre Knochen. Aber ob sie auch stark genug war, würde sich in den nächsten Tagen zeigen.

Das Abwarten tat weh, sie so leiden zu sehen tat weh, nichts dagegen unternehmen zu können tat weh. Ich fühlte ihre Schmerzen, wenn auch nur teilweise, mit. Ich betete, damit sie den Kampf gewinnen würde. Sie kämpfte und schrie ununterbrochen. Doch bevor ich den Ausgang sehen konnte, wachte ich auf...

31.10.13 15:19


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