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Die verfluchte Seele

Sie war erst 7 Jahre alt, meine kleine Schwester. Sie war etwas ganz Besonderes, sie war der wahre Inbegriff des Sonnenscheins. Ihre Seele war so schön und fröhlich, dass dieses Licht auch von außen sichtbar war. Jeder, der meine Schwester sah, erkannte, dass sie etwas Besonderes war. Sie war anders als die anderen Kinder, irgendetwas machte sie speziell, andersartig. Was genau diese Differenz war, konnte jedoch niemand genau definieren. Man konnte es einfach nur erkennen.

Bald würde sie ihr 8. Lebensalter erreichen, sie war ganz aufgeregt. Doch eine böse Prophezeiung machte uns unruhig. Meine Schwester trug eine verfluchte Seele in sich. Diese verfluchte Seele wird immer wieder neugeboren und verlässt die Erde nie. Im 8. Lebensalter tritt dieser Fluch hervor und stellt den Menschen der Seele vor eine qualvolle Entscheidung. Wenn der Mensch dieser Seele rein genug ist, wird auch die verfluchte Seele nach einer qualvollen Periode zu einem feenhaften Wesen. Sollte der Mensch jedoch nicht rein genug sein, so verwandelt sich die Seele in ein verfluchtes Wesen, das die Menschheit quält. Je näher ihr Geburtstag rückte, umso besorgter wurden wir, doch dagegen unternehmen konnten wir nichts. Uns blieb nur das Abwarten und Hoffen.

In der Nacht ihres Geburtstages zeigte sich der Fluch. Meine Schwester fing an ihre Gestalt zu ändern. Alle Körper, die die Seele zuvor bewohnt hatte, kamen zum Vorschein. Teilweise waren die Gestalten derart verunstaltet, dass es mir allein beim Anblick in der Brust brannte. Meine Schwester brannte innerlich, sie schrie so laut, dass es die ganze Straße mit Leichtigkeit hören konnte. Sie zog an ihren Kleidern, schrie noch lauter, ihre Stimme veränderte sich von ganz unheimlich tief bis Sopran hoch. Mal hatte sie einen zugenähten Mund, mit Blut überströmt, mal hatte sie eine unbeschreiblich hässliche Gestalt.

Laut der Prophezeiung könnten wir sie für immer verlieren, wenn sie nicht stark und rein genug war. Aber ich glaubte fest an sie, denn sie war eine strahlende Natur. Sie war gut bis in ihre Knochen. Aber ob sie auch stark genug war, würde sich in den nächsten Tagen zeigen.

Das Abwarten tat weh, sie so leiden zu sehen tat weh, nichts dagegen unternehmen zu können tat weh. Ich fühlte ihre Schmerzen, wenn auch nur teilweise, mit. Ich betete, damit sie den Kampf gewinnen würde. Sie kämpfte und schrie ununterbrochen. Doch bevor ich den Ausgang sehen konnte, wachte ich auf...

31.10.13 15:19
 


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